Jahresbericht 2003

Februar

04.02.03:
Sokrates Projekt „Interreligiöser Dialog mit Muslimen“ im UNESCO Institut für Pädagogik Hamburg
In einer englischsprachigen Konferenz, fand unter Teilnehme von Fachleuten aus Bulgarien, Frankreich, England, den Niederlanden und Deutschland im UNESCO Institut für Pädagogik, ein Gespräch mit Prof. Gordon Mitchell, Prof. Wolfram Weiße (beide FB Erziehungswissenschaften der Universität Hamburg) und Ali Özgür Özdil (IWB) über Dialogerfahrungen in Hamburg statt. Informiert wurden die TeilnehmerInnen über die „Arbeitsgemeinschaft interreligiöser Dialog am FB Evangelische Theologie“, den „Gesprächskreis interreligiöser Religionsunterricht“, „die Akademie der Weltreligionen“, „das interreligiöse Forum Hamburg“, „den Raum der Stille an der Universität Hamburg“ und über weitere gemeinsame christlich-muslimische Projekte (z.B. Advent-Ramadan).

10.02.03: 
Start des gemeinsamen Projekts mit dem PTI über „Außerschulische Lernorte in Hamburg“
Mit einem Projekt, das mit christlichen Lernorten begann, sollen nun auch islamische Lernorte für das religiöse Lernen eröffnet werden. Vor allem SchülerInnen sollen über das Internet die Gelegenheit bekommen, direkte Informationen von religiösen Einrichtungen zu bekommen, z.B. über Praktikamöglichkeiten, Veranstaltungen etc. In einem „Atlas Lernorte in Hamburg“ sollen Angebote über Lernorte für a) religiöses Lernen, b) kulturelles Lernen, c) soziales Lernen, d) politisches Lernen und e) globales Lernen enthalten sein. (Weitere Informationen bei Klaus Fischer: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

14.02.03:
„Friedenpredigt“ zum Freitagsgebet
Anlässlich des drohenden Irak-Krieges, wurde in allen BIG Moscheen eine zweisprachige (deutsche und türkische) Friedenspredigt gehalten sowie ein Friedensgebet gesprochen.

18.02.03:
Treffen des Gesprächskreises „Interreligiöser Religionsunterricht“ in Hamburg
Auf diesem Treffen wurde über die weitere Form der Zusammenarbeit der Religionen am „RU für alle“ beraten. Es sollen weniger als sonst Treffen stattfinden, sondern viel mehr in Arbeitsgruppen gearbeitet werden, um vor allem die notwendige Materialentwicklung für den RU voranzutreiben.

20.02.03: 
Fortbildung im Kindergarten FAKIHA (Weimarerstr. 15) über „Bilder und Bilderverbot im Islam“
Aufgrund eines konkreten Problems mit dem „Bilderverbot“, wurde von der Einrichtung der Wunsch nach einer Fortbildung für die MitarbeiterInnen geäußert. Auf der Fortbildung wurden der Koran und die Sunna nach Quellen für ein mögliches Bilderverbot untersucht. Dabei wurden die aus der Überlieferungsliteratur (Hadith) gefundenen Texte in Bezug auf die Kindergartenarbeit analysiert.

März

07.03.03:
Deutschsprachige Khutba in der Islamischen gemeinde Wilhelmsburg - Aya Sofya Moschee
Auf Wunsch des Imams der Moschee, wurde diesen Freitag die Ansprache in Deutsch gehalten. Dabei ging es um das Thema „Wertvolles in Koran und Sunna“. Woran misst Gott den Wert eines Menschen? Was ist der wertvollste Glaube? Was ist die wertvollste Handlung? etc.

11.03.-22.03.03:
OSTERFERIENKURSE inklusive deutschsprachiger Islamunterricht
Während der Osterferien wurden Kurse für zwei Jugendgruppen angeboten, für die es auch deutschsprachigen Islamunterricht gab. Dabei wurden vor allem jene Themen behandelt, die die Jugendlichen interessierten (Identität, Djinn, Symbole des Islam).

23.03.03:
IJB Jugendcamp in Seevetal:
Der Islamische Jugendbund (IJB) hat ein Wochenendcamp für Jugendliche Organisiert, in dem mit Unterstützung des IWB auch wissenschaftliche Vorträge gehalten wurden.

27.03.03: 
Fortbildung für BerufsschullehrerInnen über „Friedensethik im Islam“ im PTI Hamburg
Auf Anfrage des PTI (Frau Kuhlmann) wurde gemeinsam mit Prof. Gutmann (Praktische Theologie an der Universität Hamburg) eine Analyse der Friedensethik aus christlicher und islamsicher Perspektive vorgenommen, wobei es einen praktischen Bezug zum aktuellen Irak-Krieg gab. Den LehrerInnen wurden verschiedene Materialien für ihren Unterricht zur Verfügung gestellt.

  

April

16.04.03:
Vortrag für die Islamische Hochschulgemeinde (IHG) an der Universität Hamburg über „Frieden und Krieg nach islamischem Verständnis“.
Aus aktuellem Anlass (2. Irak-Krieg) wurde das islamische Verständnis von Frieden und Krieg aus den Quellen des Islam Koran und Sunna analysiert. Diese wurden vor allem durch historische Beispiele ergänzt. Das Material wurde auf der Website der IHG (www.ihg-net.de) zum Download angeboten.

22.04.03:
Fortbildung zum „Islam im Schulalltag“ für ReferendarInnen in der H3
In Zusammenarbeit mit dem Studienseminar (Herr Lührs) und Herrn Dr. Böge, wurde für ca. 40 ReferendarInnen eine Fortbildung angeboten. Dabei ging es erst um eine allgemeine Einführung in den Islam und dann um praktische Schulprobleme (Kopftuch, Sportunterricht, Schwimmunterricht, Klassenreise, Sprachprobleme und kulturelle Unterschiede). Gemeinsam wurden Lösungen und Kompromisse gesucht.

28.-29.04.03: 
Jahrestagung zum „Islam“ für GemeindepädagogInnen in Rickling
Auf einer sehr umfangreichen Fortbildungsveranstaltung wurde gemeinsam mit H.C. Goßmann (NEK) in Rickling ein christlich-muslimischer Dialog gefördert, indem „der Islam“ in seiner Theorie und „der Islam“ der Muslime in seiner Praxis aus christlicher und muslimsicher Perspektive analysiert wurde. Des weiteren gab es einen Film und Unterrichtsmaterialien (Symbole des Islam) zu sehen. Die gesammelten Fragen wurden ausführlich beantwortet und bisherige Erfahrungen gemeinsam diskutiert. Es gab auch Textarbeit (Bibel-Koran Synopse).

29.04.03:
Vortrag im Workshop der Sesamstrasse (NDR) zu „Religiöser Vielfalt“.
MitarbeiterInnen der Sesamstrasse, welche eine deutsch-amerikanische Produktion ist, hatten verschiedene Fachleute zu einem Workshop zum Thema „Vielfalt“ eingeladen. Dabei ging es auch um die Integration von religiöser Vielfalt in die Sendung. Das IWB wurde gebeten, Vorschläge für die Behandlung des Islam in der Sesamstrasse zu machen. Dabei ging es auf der einen Seite darum, sachlich, pädagogisch und kindgerecht zu informieren und auf der anderen Seite, mögliche Fehler zu erkennen, zu reduzieren und Klischees zu vermeiden. Über diese existiert ein „Thesenpapier“ des IWB. Anschließend wurde von der Redaktion der Sesamstrasse der Wunsch geäußert, mit dem IWB für Beratungen, weiter in Kontakt zu bleiben.

30.04.03:
Vortrag für die Islamische Hochschulgemeinde (IHG) an der Universität Hamburg über „Feindbild Islam - Gründe für die Islamophobie in westlichen Gesellschaften“
Auf dieser Veranstaltung wurde nach jenen Themen gesucht, die für Vorurteile und Ängste verantwortlich sind. Dann wurde nach deren Ursache gesucht und anschließend nach Lösungen und Schwierigkeiten, zu deren Behebung. Die Textzusammenstellung für den Vortrag wurde auf der Website des IHG (www.ihg-net.de) zum Download angeboten.

Mai

07.05.03: 
Fortbildung über „Juden, Christen, Muslime im Dialog“ im Kindergarten Astrid Lindgren in Lübeck
In der christlichen Kindertagesstätte Astrid Lindgren am Eldeweg 8, haben Dr. Andrea Zielinski (Uni Hamburg) aus jüdischer, Dr. Hans-Christoph Goßmann (NEK) aus christlicher und Ali Özgür Özdil (IWB) aus islamsicher Perspektive Fragen für das Gemeinsame und Fragen für das Unterschiedliche zwischen Judentum, Christentum und Islam beantwortet. Dabei wurde den Besuchern (überwiegend Eltern) die Gelegenheit für Fragen gegeben, die die Vertreter am Podium beantwortet haben.

14.05.03:
Vortrag für VikarInnen über „islamischen Religionsunterricht in Deutschland und den Hamburger RU für alle“ in der Missionsakademie an der Universität Hamburg.
Aufgrund einer Einladung durch die Missionsakademie (Dr. Michael Biehl), fand in der Rupetistr. 67 eine Informationsveranstaltung für VikarInnen statt. Sie wurden über den RU in Deutschland sowie über die Besonderheiten des RU in Hamburg und über den aktuellen Stand des islamischen RU aufgeklärt. Dabei wurden religionspädagogische, theologische, juristische sowie gesellschaftspolitische Aspekte angeschnitten und in ihren wesentlichen Zügen auf den RU bezogen.

16.-18.05.03:
Treffen Deutschsprachiger Muslime (TDM) im Islamischen Zentrum Hamburg.
Unter der Thematik „Mein islamsicher Alltag“ fand wie immer im Islamischen Zentrum Hamburg (Schöne Aussicht 36) das jährliche Treffen deutschsprachiger Muslime statt. Neben Vorträgen, der deutschsprachigen Koranstunde und verschiedenen Arbeitsgruppen, gab es spezielle Angebote für Kinder.

19.05.03:
Öffentliche Anhörung zum „Hamburgischen Schulgesetzentwurf“ im Hamburger Rathaus (Kaisersaal)
Zentrale Themen waren unter anderem 
· die Sprachförderung und 
· die Rückstellung der Kinder bei sprachlichen Defiziten sein. 
So sollen zum Beispiel für Kinder mit Migrationshintergund Sprachtests zur Einschulung eingeführt werden, die bei einem nicht ausreichenden Ergebnis eine Rückstellung des Kindes zur Folge haben. Allerdings liegt vom Senat keine konkrete Auskunft darüber vor, was nach einer erfolgten Rückstellung mit den Kindern passieren soll. Außerdem wird im neuen Gesetzentwurf die Förderung von Zwei- bzw. Mehrsprachigkeit gestrichen.


27.05.03:
Podiumsdiskussion in Kiel zum „Islamischen Religionsunterricht in Schleswig-Holstein“. Organisiert von der Vereinigung der ReligionslehrerInnen in Schleswig-Holstein.
Da in Schleswig-Holstein von der Islamischen Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein und den Aleviten Anträge für einen eigenen Unterricht gestellt wurde, löste dies eine Debatte über den RU im Allgemeinen aus. Auf der einen Seite fürchten LehrerInnen um ihren christlichen RU, wenn die nicht-christlichen Schüler einen anderen RU besuchen, auf der anderen Seite wird von der Vereinigung der ReligionslehrerInnen in Schleswig-Holstein eingesehen, das Muslime ein Anrecht auf einen eigenen RU haben. Allerdings stehen die Antragssteller vor denselben Schwierigkeiten wie andere muslimische Antragsteller in den anderen Bundesländern. Das IWB wurde um Rat bei der Beurteilung der Sachlage gebeten. Eine weitere Informationsveranstaltung ist geplant.

29.05.03:
Podiumsdiskussion am Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin über „Modelle des Religionsunterrichts in Deutschland“
Es wurden Modelle des christlichen RU aus Niedersachsen, Berlin, Hamburg und Hessen vorgestellt sowie ein Vergleich zu anderen europäischen Ländern vorgenommen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom PTI Hamburg (Folkert Doedens). Es wurde deutlich, dass der RU in allen Bundesländern sehr unterschiedlich (konfessionell, kooperativ oder interreligiös) ist und eine einheitliche Lösung nicht in Sicht ist. Das IWB – als Partner bei der Entwicklung des RU in Hamburg – hat das Hamburger Konzept des „RU für alle“ sowie die muslimischen Perspektiven zum Hamburger RU erläutert.

Juni

02.-05.06.03:
Fortbildung „Theologisch-Religionspädagogische Aufbauqualifizierung“ (TRA) für ErzieherInnen in Evangelischen Kindertagesstätten
In der Centrum-Moschee wurde auf einer Tagung (9.00 – 17.00 Uhr) erst eine Einführung in die Thematik unternommen (Moscheeführung, Vortrag über „Den Islam aus christlicher Perspektive“ und „Das Christentum aus islamsicher Perspektive“). Nach dem Mittagsgebet fand eine Aussprache mit dem Imam statt. Anschließend wurden an verschiedenen Lernstationen die Themen „Symbole des Islam“, „Islamische Feiertage“, „Mann/Frau/Familie/Erziehung im Islam“ sowie „Geschichten/Erzählungen“ aus dem Koran behandelt.

05.06.03: 
Seminar „Ethnisierung von Konflikten“ im IKM
Nach einem Vortrag von Andreas Hieronymus vom Institut für Migrations- und Rassismusforschung über eine Studie an Jugendlichen in Hamburg und London, hat das IWB die Konflikte in der hiesigen Gesellschaft in Bezug auf Islam und Muslime beleuchtet. 
Es wurde mit den TeilnehmerInnen über die Ursachen und über Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Dabei wurden vor allem Konflikte im Schulalltag angeschnitten, da viele TeilnehmerInnen LehrerInnen waren. Die Zusammenfassung der Vorträge des Abends sollen in der Hamburger Lehrerzeitschrift veröffentlicht werden.

18.-20.06.03:
IHG Uni-Islam-Tage an der Universität Hamburg:

18.06.03: 
Ali Özgür Özdil: „Einführung in den Islam“, 16.00 Uhr, WiWi 2091

19.06.03:
Podiumsdiskussion: „Innere Sicherheit und Islamische Organisationen“ 18.00 Uhr, Phil B

20.06.03:
„Dialog der Religionen“, 16.00 Uhr, ESA C
Das IWB hat der IHG bei der Planung der Islam-Tage geholfen. Es hat neben einem wissenschaftlichen Vortrag von Ali Özgür Özdil (IWB: „Einführung in den Islam“) am ersten Tag, eine Podiumsdiskussion mit Prof. Udo Steinbach (Deutsches Orient-Institut) sowie Vertretern des Islamrates und des Landeskriminalamtes Hamburg am zweiten Tag zum Thema „Innere Sicherheit und islamische Organisationen“ und eine Dialogveranstaltung mit Prof. Olaf Schumann (FB Evangelische Theologie) und Mustafa Yoldas (SCHURA) am dritten Tag über „Dialog der Religionen“ gegeben.

18.06.03:
Vortrag in der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur (Mölln) über „Die wesentlichen Merkmale des Islam“ 
Eingegliedert in eine Reihe von mehreren Veranstaltungen zum Islam (organisiert von Dr. Wippermann), wurde in Mölln ein Vortrag über die wesentlichen Merkmale des Islam gehalten. Dabei wurde erst definiert, was das „Religionsverständnis“ im Islam ist. Dann wurde „Islam“ auf fünf verschiedenen Bedeutungsebenen erklärt, so dass den TeilnehmerInnen die Möglichkeit gegeben wurde, Phänomene, die mit Islam in Verbindung gebracht werden, zu differenzieren und richtig einzuordnen.

21.06.03:
Jahrestag der NEK in Breklum mit verschiedenen „Foren“
Es findet jedes Jahr in Breklum ein Jahrestag der Nordelbischen Kirche statt. Der Islambeauftragte der Kirche (Dr. H.-C. Goßmann) eröffnet dabei immer einen Informationsstand zum christlich-muslimischen Dialog, an dem auch muslimische Dialogpartner teilnehmen. Diesmal war das IWB Partner. Dabei wurde ein christlich-muslimischer Beitrag (H.-C. Goßmann, Brigitte Werner, Ali Özdil) über das Thema „Wort des Lebens – Worte des Lebens“ geleistet.

22.06.03:
Christlich-muslimischer Dialog in Mümmelmannsberg
In dem Hamburger Stadtteil Mümmelmannsberg findet seit fünf Jahren eine christlich-muslimische Veranstaltung mit Lesungen aus dem Koran und der Bibel statt. Anschließend gibt es einen musikalischen Beitrag und ein Schlussgebet. In diesem Jahr hat das IWB die muslimische Seite repräsentiert und den Psalm 104 aus islamischer Sicht ausgelegt und Frau Beetz hat analog dazu, Sure 2:164-165 aus christlicher Sicht ausgelegt.

24.06.03:
Vortrag im FB Evangelische Theologie der Universität Hamburg über „Bildung im Islam“ (Sedanstraße, Raum 020)
In seiner Einführungsveranstaltung zum Islam, lädt der Lehrbeauftragte des FB Evangelische Theologie Dr. H.C. Goßmann auch immer muslimische Redner ein. Diesmal wurden den überwiegend Lehramtsstudierenden vom IWB Hintergrundinformationen zum Thema „Bildung im Islam“ gegeben. Es ging einerseits um „Orte religiösen Lernens“ wie Familie, Kindergarten, Schule und Moschee, und andererseits um „Quellen religiösen Wissens“. Es wurden auch schulische Konfliktfelder angesprochen wie Klassenfahrten, Schwimm-, Sport- und Sexualkundeunterricht. Probleme zwischen LehrerInnen und Eltern wurden ebenfalls diskutiert.

Juli – August:

FERIENKURSE: Deutschsprachiger Islamunterricht
Auch in diesem Sommer sind ab dem 07.07.03 Kurse für muslimische Jugendliche zwischen 11-16 Jahren geplant. Dabei wird neben türkischsprachigen Angeboten, auch ein deutschsprachiger Islamunterricht angeboten.

08.08.03:
Deutschsprachige Freitagsansprache in der Bosnischen Moschee (Horner Brückenweg 6)
Thema der Freitagsansprache war der Wert der Bildung in der hiesigen Gesellschaft und als eine seiner wichtigsten Voraussetzungen, der Wert der deutschen Sprache, als Kommunikationssprache zwischen den Muslimen und als Aufklärungsmittel der deutschen Gesellschaft über den Islam.


September

05.09.03:
Deutschsprachige Freitagsansprache in der Veddeler Moschee (Veddeler Brückenstraße 148)
Im Rahmen des IWB-Projektes, in dem jeden ersten Freitag im Monat eine deutschsprachige Freitagsansprache gehalten werden soll, wurde die Predigt (Khutba) diesmal in Veddel gehalten. Thema der Predigt war die „Gotteserkenntnis“ über die „Selbsterkenntnis“ und dir Rolle des Herzens und der Liebe in diesem Erkenntnisprozess.

11.09.03:
Vortrag in der Kreuzkirche in Hamburg-Wilhelmsburg über „Muslime in Deutschland – Alltagskonflikte und Wege zur Bewältigung“ (19.00 Uhr)
Im Rahmen der Vortragsreihe „Christen und Muslime im Dialog“ wurde in einem christlich-muslimischen Besucherkreis erörtert, was ein Konflikt ist, welche Konflikte in bezug auf Islam und Muslime in dieser Gesellschaft ins Auge fallen und wie diese bewältigt werden können. 
Weitere Termine: 04.09.03 (Aya Sofya Moschee), 25.09.03 (Muradiye Moschee), 02.10.03 (Reiherstieg Gemeinde).

12.09.03:
Interview mit dem NDR in der Veddeler Moschee (Veddeler Brückenstraße 148)
Der NDR hat im Rahmen einer Sendung über die Bildungssituation und Integration von muslimischen Kindern türkischer Herkunft die Grundschule im Slomannstieg und die Islamische Gemeinde Veddel besucht und Fragen zum Verhältnis zwischen Religion/Kultur/Tradition/Bildung/Integration gestellt.

14.09.03
Fortbildung für Moscheeführer zum „Tag der offenen Moschee“ am 03. Oktober
Seit 1997 findet jährlich am 03. Oktober (Tag der deutschen Einheit) in mehreren hundert Moscheen ein „Tag der offenen Moschee“ statt. Seit 1999 werden dafür junge deutschsprachige MuslimInnen fortgebildet, damit sie die Gäste empfangen, sie durch die Moschee führen und ihre Fragen beantworten können. Nun übernimmt diese Fortbildungsaufgabe das IWB, indem es nicht nur in Hamburg die MitarbeiterInnen des Bündnisses der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland und der SCHURA fortbildet, sondern auch Anfragen aus anderen Städten entgegenkommt. An der diesjährigen Fortbildung in Hamburg haben ca. 60 Musliminnen und 20 Muslime teilgenommen.

18.09.03:
Exkursion über Religionenvielfalt in Hamburg (Erkundung religiöser Lernorte)
Das PTI Hamburg organisiert jährlich in Zusammenarbeit mit verschiedenen Religionsgemeinschaften die Erkundung von religiösen Lernorten für LehrerInnen. An diesem Tag wurde mit einer Berufsschullehrergruppe die Harburger Eyüp Sultan Moschee der Islamischen Gemeinde Harburg besucht und die Moschee als Lernort erkundet. Anschließend wurde im IWB ein vertiefendes Gespräch über religiöse Bildung im Islam und die Bildungssituation von Muslimen in Deutschland geführt.

18.-21.09.03: 
„Tage der offenen Tür“ im IWB
Das IWB hat in Zusammenarbeit mit der SCHURA und den Künstlern Phago und Raban Kramer die „Tage der offenen Tür“ organisiert. An diesen Tagen gab es neben klassischer islamischer und klassischer europäischer Musik, ein orientalisches Büffet, die Vorstellung von Projekten des IWB, der Islamischen Hochschulgemeinde Hamburg, dem Islamischen Jugendbund sowie der Muslimischen Frauengemeinschaft in Norddeutschland. Zudem gab es wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Vorträge über „Islam und Bildung“, „Islam und deutsche Gesellschaft“, „Frauen in der islamischen Geschichte“ und „Die Kunst der Koranrezitation“. Die gesamte Veranstaltung wurde von einer muslimisch-christlichen Bilderausstellung begleitet.

19.09.03:
Vortrag und Gruppenarbeit in der Hermann Ehlers Akademie in Kiel zum Islamischen Religionsunterricht und zum interreligiösen Dialog.
Der deutsch-türkische Gesprächskreis der CDU nahen Hermann Ehlers Akademie hat zu einer Informationsveranstaltung zum Islamischen Religionsunterricht, zur Ausbildungssituation von türkischen Jugendlichen und zum Interreligiösen Dialog in Schleswig-Holstein eingeladen. Anschließend wurden Arbeitsgruppen gebildet, die ihre Ergebnisse präsentiert haben.

26.-27.09.03:
Diakonentag in Neumünster. Vortrag über „Die islamische Sichtweise auf das Christentum“ und Arbeitsgruppe über „Islamische Symbole“.
In einer zweitätigen Dialogveranstaltung wurden DiakonInnen aus Schleswig-Holstein (gemeinsam mit Hans-Christoph Goßmann) fortgebildet. Dabei gab es nach zwei Einführungsvorträgen am ersten Tag, Arbeitsgruppen mit verschiedenen Lernstationen am zweiten Tag.

30.09.03:
„Wir geben ihnen einen guten Rahmen“. Gemeinsame IWB-PTI Veranstaltung für Moscheen, Kirchen und Schulen im Großraum Harburg. (Ort: Islamische Gemeinde Harburg. Knoopstraße 4, 21073 Hamburg)
Wie bereits im Vorjahr organisiert, wurden alle Institutionen eingeladen, die einen Bildungsauftrag haben, um einander kennen zulernen und über die Möglichkeit einer sinnvollen Ergänzung der Lernorte Moschee, Kirche und Schule zu sprechen. Dabei helfen das IWB und das PTI, indem sie den Institutionen in Harburg, Veddel, Wilhelmsburg, Neuwiedenthal und Finkenwerder einen Rahmen für den Austausch geben. Außerdem wurde von den muslimischen Referentinnen W. Azhari und S. Singer das interreligiöse Unterrichtsmaterial zum Thema „Herz“ vorgestellt.

Oktober

03.10.03:
„Tag der offenen Moschee“
Seit 1997 findet bundesweit 03. Oktober (Tag der deutschen Einheit) in mehreren hundert Moscheen ein „Tag der offenen Moschee“ statt. Daran beteiligen sich auch viele Hamburger Moscheen. Es werden vor allem Nachbarn und benachbarte Schulen und Kirchen eingeladen um die Nachbarschaft mit ihren muslimischen Mitmenschen zu intensivieren. Dabei gibt es nach einer Führung durch die Räumlichkeiten der Moscheen, Vorträge und die Möglichkeit Fragen zu stellen und zu diskutieren. Für Essen und Tee ist ebenso gesorgt wie für Informationsmaterialien zum Islam.

08.10.03.
Fortbildung zum christlichen-islamischen Dialog in der Kindertagesstätte „Dreifaltigkeit“ in Küknitz (Lübeck)
Zusammen mit dem Islamreferenten der NEK wurden Erziherinnen einer christlichen Kindertagesstätte fortgebildet. Dabei gab es zwei Einführungsvorträge (die christliche Sitweise des Islam und die islamische Sichtweise des Christentums) und anschließend die Arbeit an „Symbolen des Islam“ und „islamischen Festen“.

15.10.03:
ICA Sitzung im IWB
Der Islamisch-Christliche Arbeitskreis, an dem VertreterInnen der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem Zentralrat der Muslime, dem Islamrat und der DITIB teilnehmen, hat sich in diesem Jahr in Hamburg getroffen und einerseits über die Form der künftigen Zusammenarbeit beraten und andererseits die Jahrestagung in Berlin zum Thema „Religionsfreiheit“ besprochen.

20.-22.10.03: 
Religionspädagogische Fortbildung in der Missionsakademie Hamburg (Dr. Michael Biehl) und der Centrum-Moschee für ErzieherInnen des Kirchenkreises Leine-Solling: „Interreligiöse Verständigung – Besuch einer islamischen Moschee-Gemeinde in Hamburg“.
Ähnlich wie die Fortbildung am 04.06.03 in der „Theologisch-Religionspädagogischen Aufbauqualifizierung“, wurden christliche ErzieherInnen aus evangelischen Kindertagesstätten fortgebildet. Am ersten Tag fand in der Missionsakademie ein Einführungsvortrag über „Muslimisches Leben in Deutschland“ statt. Anschließend wurde an verschiedenen Lernstationen zu den Themen „Feste“, „Symbole“ und „Geschichten/Erzählungen“ gearbeitet.
Am nächsten Tag fand die Fortbildung in der Centrum-Moschee statt, wo nach einer Moscheeführung ein Gespräch mit dem Imam und eine Themenarbeit über „Frau/Mann, Familie, Erziehung“ stattfand. Die Tagung endete mit Gruppengesprächen mit Musliminnen.

23.10.03: 
Fortbildung im Landesinstitut für Lehrerfortbildung (Li) zum „Islamischen Festekalender“
LehrerInnen an Hamburger Schulen wurden über den Sinn der beiden islamischen Feste – Ramadanfest und Opferfest – und über die Möglichkeit, diese in den Schulalltag zu integrieren, aufgeklärt. 
Mehr Informationen zum Landesinstitut für Lehrerfortbildung unter www.li-hamburg.de
und unter www.ifl-hamburg.de

27.10.03 (1. Ramadan):
Schulbesuch 
Der Einladung einer 11. Klasse des Wilhelm Gymnasium am Klosterstieg folgend, wurde den SchülerInnen eine Methode beigebracht, wie sie Themen des Islam bearbeiten können. Des weiteren wurden Fragen zu den bisher im Unterricht gehaltenen Referaten beantwortet.

27.10.03:
Tagung des „Gesprächskreises interreligiöser Religionsunterricht“ im PTI
Es wurden die Rahmenpläne für die Grundschule, Sekundarstufe I und II besprochen und weitere Termine für die Überarbeitung vereinbart.


November

10.11.03:
Moscheebesuch zum Thema „Heilige Räume“
Prof. Gordon Mitchell ist mit der Lerngruppe „Religion“ vom Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Hamburg in die Centrum-Moschee gekommen. Die 50 Studierenden konnten einen persönlichen Einblick in die Moschee und die unter ihrem Dach stattfindenden Dienstleistungen bekommen und unter anderem Fragen über das islamische Verständnis von „heilig“ und „Gotteshaus“ diskutieren.

10.11.03:
Anhörung der CDU-Fraktion zum Thema „Kopftuch“ im Hamburger Rathaus
Nach dem Urteil des BVG vom 24. September 2003 zu „Religiösen Symbolen an öffentlichen Schulen“ hat es in den Bundesländern verschiedene Reaktionen gegeben. Einige sprachen sich für ein Verbot aus, andere sahen keinen Handlungsbedarf. Die Hamburger CDU-Fraktion hatte eingeladen, um sich ein eigenes Bild zu verschaffen und um über einen möglichen Gesetzentwurf (für ein Verbot) zu beraten.

12.11.03 und 14.11.03
Abschlusstagung und -gottesdienst der TRA III in Aumühle
An diesen beiden Tagen fand noch einmal eine christlich-muslimische Arbeit an Bibel und Korantexten statt und ein gemeinsamer Gottesdienst in der Kirche, wo christliche und muslimische Gebete gesprochen und Texte aus Bibel und Koran vorgetragen wurden.

17.-19.11.03:
Tagung in Zusammenarbeit mit der Missionsakademie Hamburg für ErzieherInnen zum Thema: „Muslimische und christliche Kinder in evangelischen Kindertagesstätten“
Nach zwei Einführungsvorträgen über die Themen „Wie leben Muslime in Deutschland“ und „Islamische Vorstellungen von Familie und Erziehung“ am ersten Veranstaltungstag in der Missionsakademie, fand eine Ganztagsveranstaltung in der Centrum-Moschee statt, wo nach einer Moscheeführung, an verschiedenen Lernstationen zu den Themen „Feste“, „Symbole“ und „Geschichten/Erzählungen“ gearbeitet wurde.

20.-22.11.03: 
10. DAVO Kongress im Haus Rissen
Das IWB hat im diesjährigen Kongress der „Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient“ in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler (GMSG) ein Panel zum Thema „Islamischer Religionsunterricht“ organisiert.
Mehr Informationen zur DAVO unter www.davo-online.de
Mehr Informationen zur GMSG unter www.gmsg.de

22.11.03:
Iftar-Programm der Islamischen Hochschulgemeinde (IHG) für Abiturienten
Die IHG möchte Abiturienten unterstützen und sie bei der Vorbereitung auf das Studium beraten. Dafür werden Informationsveranstaltungen organisiert. 
Mehr Informationen zur IHG unter www.ihg-net.de

25.-27.11.03:
Ramadan-Fest

Dezember

10.12.03:
„Weltreligionen im Dialog“ im Museum der Arbeit, Wiesendamm 3 (19.30 Uhr)
Der aus Südafrika stammende muslimische Prof. Abdulkader Tayob (Universität Nijmegen, Niederlande) hält einen Vortrag über „Die Rolle des Islam in einem multikulturellen Europa“. Prof. Werner Schiffauer (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder) hält einen Vortrag über „Islam in Deutschland – Die dritte Generation“. Die Veranstaltung findet im Rahmen des 10 jährigen Bestehens der Interreligiösen Dialoge der Patriotischen Gesellschaft statt. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Ursula Neumann und Prof. Wolfram Weiße (beide von der Arbeitsstelle Interkulturelle